Am 1. Juli 2026 startet ein neues Kapitel in der Geschichte des THW Kiel: Der frühere Weltklasse‑Mittelmann Börge Lund,{} der von 2007 bis 2010 in den Zebra‑Trikots stand, kehrt als Cheftrainer zurück. Mit einem Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2028 soll er die frisch aufgestellte Mannschaft in der stärksten Handball‑Liga der Welt wieder an dietabellenführende Spitze bringen.
Der Weg zurück – von Kiel nach Elverum und wieder heim
Lund, 47, beendete seine aktive Laufbahn beim THW Kiel und machte anschließend einen bemerkenswerten Schritt nach Norwegen. Dort übernahm er 2020 die Trainerbank beim Topclub Elverum Handball undformte in kurzer Zeit ein Team, das sowohl junge Talente als auch etablierte Profis zu einer schlagkräftigen Einheit entwickelte. Unter seiner Führung erreichte Elverum mehrere Top‑4‑Platzierungen in der nornorwegischen Meisterschaft und qualifizierte sich für die EHF‑Champions‑League.
Die Rückkehr nach Kiel ist für Lund mehr als ein Jobwechsel – es ist ein "Nach‑Hause‑Kommen", wie er selbst sagt. Seine aktive Zeit in Kiel gilt als Höhepunkt seiner Spielerkarriere; die Rückkehr als Trainer verbindet sportliche Erfahrung mit einer tiefen emotionalen Bindung an den Verein.
Warum der THW Kiel auf Lund setzt
Viktor Szilágyi, Geschäftsführer des THW Kiel, erklärte, dass Lund "für unseren Neuanfang mit unserer neuformierten Mannschaft genau der richtige Mann" sei. Der norwegische Coach habe in Elverum gezeigt, wie er aus gemischten Kader‑Konstellationen eine leistungsstarke Einheit formt und dabei einzelne Spieler, etwa den schwedischen Rückraumstar Eric Johansson, in ihrer persönlichen Entwicklung fördere".
Der Verein betont zudem, dass Lund nicht nur sportlich, sondern auch kulturell perfekt passe: Er kenne den Club, die Stadt und die Liga, habe das Bes tes Wissen darüber, was es bedeutet, für den THW Kiel zu arbeiten. Diese Kombination aus fachlicher Kompetenz und lokaler Verankerung soll den Übergang nach der Sommerpause erleichtern.
Der neue Trainerstab – Teamwork an der SeitenlinieZur Unterstützung von Lund wird Co‑Trainer Christian Sprenger weiterhin im Trainerteam bleiben. Sprenger, ein Langzeit‑Kieler, bringt wertvolle Kontinuität und ein tiefes Verständnis für die Vereinsphilosophie mit. " Die Zusammenarbeit mit Sprenger wird den Start erleichtern", betont Szilágyi und erwartet, dass das Duo die taktische Flexibilität und die mentale Stärke der Mannschaft weiterentwickelt. p>
Zusätzlich zum Trainerstab wird ein erweit ertes Analyse‑ und Scout‑Team aufgebaut, das sowohl nationale als auch internationale Gegner genauer unter die Lupe nimmt. Dieser datengetriebene Ansatz soll die Zebras in einer Liga, in der jede Minute zählt und die Konkurrenz immer stärker wird, einen entscheidenden Vorsprung verschaffen.
Vertragliche Details und finanzielle Rahmenbedingungen
Der Vertrag von Börge Lund läuft bis zum 30. Juni 2028 und beinhaltet Leistungsboni, die an die Platzierung der Mannschaft in der Handball‑Bundes liga sowie an die Qualifikation für die EHF‑Champions‑League gekoppelt sind. Die genauen Zahlen wurden nicht veröffentlicht, doch Insider berichten von einem Grundgehalt im sechsstellig‑Eurobereich, ergänzt durch Erfolgsprämien.
Der THW Kiel, ein Verein mit einem Jahresumsatz von über 10 Millionen Euro, kann sich solche Summen leisten, da er stark von Sponsoren wie ZebraClub, Gesund & Fit und weiteren lokalen Partnern unterstützt wird. Die finanzielle Stabilität gibt dem Club die Freiheit, auch in den Kader zu investieren und die Erwartungen an Lund zu rechtfertigen. p>
Reaktionen aus der Handball‑Community
Die Ankündigung löste sofort eine Welle von Kommentaren aus. Der ehemalige Teamkollege und aktuelle Trainer der Deutschen Nationalmannschaft, Sven Jacobsen, bezeichnette Lund als "einen einer der visionärsten Trainer Europas, der immer den Menschen im Mittelpunkt seiner Strategie sieht". Auch Fans zeigten sich begeistert: Auf den offiziellen Social‑Media‑Kanälen des THW Kiel sammelte der Beitrag über 30 000 Likes und mehr als 8 000 Kommentare, in denen "Willkommen heim" und "Endlich ein echter Kieler" dominierten.
Gegnervereine äußerten sich zurückhaltend, betonten jedoch, dass die Zebras künftig ein noch stärkeres Gegenspieler‑Profil haben werden. Der Trainer des Bundesligarivals SG Flensburg‑Handewitt, Markus Bredemeier, sagte: "Wir werden uns nicht einschüchtern lassen, aber wir müssen uns jetzt noch genauer vorbereiten."
Ausblick: Ziele für Saison 2026/27 und darüber hinaus
Der THW Kiel hat klare sportliche Ziele: Der erste Platz in der Handball‑Bundesliga, ein Finaleinzug in der EHF‑Champions‑League und die Qualifikation für die Club‑Weltmeisterschaft. Lund betont, dass er "nicht nur auf kurzfristige Erfolge, sondern auf nachhaltige Entwicklung" setze. Er plant, die Jugendarbeit des Vereins weiter zu stärken, um junge Talente schneller in die erste Mannschaft zu integrieren.
Im Sommer sollen zudem neue Trainingsanlagen und ein erweitertes Sportmedizin‑team aufgebaut werden, um Verletzungen zu minimieren und die Leistungsfähigkeit zu maximieren. Der Aufsichtsrat, dessen Vorsitzender Kai Kruse die Verantwortung für die langfristige Strategie trägt, unterstützt diese Vorhaben und sieht in Lund die Person, die den Verein wieder an die Spitze führen kann.